Inhalt
»Mir träumt’, es hätt’ ein Kläger mich ergriffen,
Und schleppte vor den Richtstuhl mich; und ich,
Ich säße gleichwohl auf dem Richtstuhl dort,
Und schält’ und hunzt’ und schlingelte mich herunter,
Und judicirt den Hals ins Eisen mir.«
Richter Adam kommt reichlich lädiert zum Gerichtstag im Dorf Huisum und schnell wird klar: der angebliche Sturz über sich selbst, der am Morgen zu den Verletzungen geführt haben soll, der steht Richter Adam erst noch bevor – und wird in aller Öffentlichkeit ausgetragen. Denn statt sein Amt missbrauchen zu können, um einen frisch begangenen Missbrauch zu vertuschen, verwickelt sich der Richter in Anwesenheit des Gerichtsrats Walter in ein abstruses Netz aus Lügen und macht sich so selbst den Prozess. 1811 geschrieben ist Kleists Lustspiel nicht nur erschreckend aktuell, sondern auch zum Schreien komisch.
Team
Walter, Gerichtsrat Karin Hartmann
Adam, Dorfrichter Leon Ullrich
Licht, Schreiber / Frau Brigitte Anika Kleinke
Frau Marthe Rull Dirk Schmidt
Eve, ihre Tochter Moritz Russ*
Ruprecht, Eves Verlobter Toni Maercklin*
* Studierende der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin
Inszenierung Holle Münster
Ausstattung Antonia Bitter
Musik Romy Sydow
Dramaturgie Oliver Lisewski
Theaterpädagogik Karina Paula Kecsek
Illustration Khanh Do / Studio Alex Klug – http://khanhdo.de / https://www.alexklug.de
Premiere am 29. August 2025, Open-Air auf dem Theatervorplatz, Landestheater Neustrelitz
Eine Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin